Schiffsbeteiligungen

Schiffsbeteiligungen gehören auf den ersten Blick nicht zu den klassischen ”Ökologischen Kapitalanlagen”.
Da der internationale Warenaustausch mit hohen Wachstumsraten zunimmt, kommt dem ökologischen Transport eine hohe Bedeutung zu.
Der Schiffsverkehr ist im Vergleich der Transportmittel Flugzeug, LKW, Bahn das Medium, das mit dem geringsten Energieverbrauch die höchstmögliche Menge transportieren kann.
Insofern sind Transporte per Schiff kein Ausschlusskriterium für ökologische Zielsetzungen bei der Kapitalanlage.
Nur Öltanker kommen als Kapitalanlage für meine Firma aus grundsätzlichen Erwägungen nicht in Frage.
Bei den Schiffsbeteiligungen geht es daher i.d.R. um Containerschiffe und Bulker (Massentransporter) von ausgesuchten Initiatoren mit einer langjährigen Erfahrung und guter und aussagefähiger Leistungsbilanz.

Achtung: Die Finanzkrise macht vor der Schiffahrt nicht Halt!
Die Finanzkrise hat in den Jahren 2008 und 2009 zu starker Verunsicherung der Realwirtschaft geführt. Die sinkenden oder auch rückläufigen Wachstumsraten in der globalen Wirtschaft haben auch Auswirkungen auf den globalen Warenverkehr gehabt. Folge: Die hohe Anzahl an Neubauten (egal ob Container, Bulker oder Mehrzweckfrachter) traf auf eine rückläufige Nachfrage; die Charterraten sind zum Teil sehr stark gesunken!
Dies betraf in der Folge alle Schiffe, die neu verchartert werden mussten. Aber auch bestehende Charterverträge waren davon betroffen. Und bei Ablauf dieser Verträge stellt sich natürlich auch hier die Frage: wie hoch ist die Anschlusscharter? Und wie hoch war sie im Prospekt kalkuliert?
Was passiert, wenn teure Neubauschiffe (mit hoher Fremdfinanzierung) nach Ablauf der ersten Charter bei der Anschlussvermietung mit 30 – 50 % niedrigeren Charterraten leben müssen?
Daher meine Empfehlung: Äußerste Vorsicht bei allen Schiffs- und Containerbeteiligungen!